Wo unser Kaffee wächst ...
Unser Kaffee stammt ausschließlich aus Indien – einer besonderen und oft unterschätzten Kaffeeherkunft. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in den Western Ghats, einer grünen Gebirgskette im Süden Indiens. Dort wächst Kaffee vor allem in den Bundesstaaten Karnataka, Kerala und Tamil Nadu. Viele Plantagen befinden sich auf etwa 900 bis 1.600 Metern Höhe. Durch das tropische Klima, den Monsunregen und den Schatten großer Bäume entstehen ideale Bedingungen für hochwertigen Kaffee mit besonderem Charakter. Wir arbeiten sowohl direkt mit ausgewählten Bauern als auch mit vertrauensvollen Handelspartnern zusammen. So möchten wir Qualität, Transparenz und faire Bedingungen vom Ursprung bis zur Tasse sicherstellen.
... im Schatten der Natur gereift ...
Unser Kaffee wächst im traditionellen Schattenanbau – mitten in natürlicher Umgebung statt auf offenen Monokulturflächen. Die Kaffeepflanzen stehen unter großen Bäumen, geschützt vor direkter Sonne, und reifen dadurch deutlich langsamer. Diese langsame Reifung sorgt für mehr Aroma, eine feine Säure und eine besonders angenehme Bekömmlichkeit. Gleichzeitig wachsen zwischen den Pflanzen oft Pfeffer, Kardamom, Bananenbäume, Mangobäume und weitere Pflanzen, die das natürliche Ökosystem stärken und zur besonderen Vielfalt der Region beitragen. Der Kaffee profitiert so von fruchtbaren Böden, hoher Biodiversität und einem nachhaltigen Anbau, der Qualität und Natur miteinander verbindet.
... Handarbeit, die man schmeckt ...
Die Ernte unseres Kaffees erfolgt traditionell von Hand – nicht maschinell. Gepflückt werden nur die Kaffeekirschen, die ihren optimalen Reifegrad erreicht haben. Das ist besonders wichtig, da nicht alle Früchte gleichzeitig reifen. Deshalb wird die Ernte in mehreren Durchgängen durchgeführt. Die Pflücker gehen die Pflanzen immer wieder durch und wählen nur die reifen, roten Kirschen aus. Unreife oder überreife Früchte bleiben zunächst an der Pflanze. Die Haupternte findet je nach Region meist zwischen November und Februar statt. Diese sorgfältige Handarbeit sorgt für eine gleichbleibend hohe Qualität und bildet die Grundlage für ein sauberes, ausgewogenes Tassenprofil.
... Qualität beginnt bei der Ernte ...
Die Kaffeeernte ist in vielen Regionen Indiens ein fester Bestandteil des Dorflebens. Auf kleineren Farmen helfen oft ganze Familien und Dorfgemeinschaften mit. Auf größeren Farmen kommen zur Erntezeit Hilfskräfte aus ganz Indien. Dafür werden Unterkünfte bereitgestellt. Einige Plantagen verfügen außerdem über Kindergärten und kleine Krankenstationen, damit Kinder betreut sind und im Notfall erste medizinische Versorgung möglich ist. So entsteht rund um die Ernte nicht nur hochwertige Qualität, sondern auch ein starkes Miteinander auf den Farmen.
... Sorgfalt, die man in der Tasse schmeckt ...
Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen entweder direkt auf der Farm weiterverarbeitet oder vom Dorf an Kooperativen und Händler geliefert. Dort beginnt der nächste wichtige Schritt: die Aufbereitung. Je nach gewünschtem Geschmacksprofil durchlaufen die Kaffeekirschen unterschiedliche Prozesse – zum Beispiel eine natürliche Trocknung in der Sonne oder eine gewaschene Aufbereitung. Dadurch entstehen verschiedene Bohnenqualitäten mit ganz eigenen Aromen. So entwickelt sich aus der frisch gepflückten Kaffeekirsche Schritt für Schritt der Rohkaffee, der später geröstet wird.
... eine Reise voller Aroma.
Nach der Verarbeitung wird der Rohkaffee je nach Region und Farm zum passenden Hafen transportiert – zum Beispiel nach Chennai oder Mangalore. Dafür legt er teilweise weite Strecken durch Indien zurück, bevor er per Schiff seine Reise nach Europa beginnt. Die Verschiffung dauert meist mehrere Wochen. Je nach Route führt der Weg durch das Rote Meer und den Suezkanal oder südlich um das Kap der Guten Hoffnung. In Deutschland kommt der Kaffee schließlich im Hamburger Hafen an. Von dort gelangt er zu uns ins Lager und wird anschließend frisch geröstet – damit aus indischem Rohkaffee ein besonderer Kaffee für deine Tasse wird.