Welcher Kaffee hat wenig Säure? Ratgeber säurearmer Kaffee
Viele Menschen trinken keinen Kaffee, weil er ihnen zu sauer oder zu bitter ist. Mir ging es über 50 Jahre genauso. Erst in Indien habe ich einen Kaffee kennengelernt, der anders schmeckt: mild, rund und mit kaum wahrnehmbarer Säure. In diesem Ratgeber erfährst du, was säurearmer Kaffee ist, woher die Säure im Kaffee kommt und welcher Kaffee wenig Säure hat.
Was ist säurearmer Kaffee?
Säurearmer Kaffee ist Kaffee, dessen Säure du im Geschmack kaum wahrnimmst. Statt fruchtig oder spritzig schmeckt er rund und weich – ideal für alle, die einen säurebetonten Geschmack nicht mögen. Gemeint ist also der Geschmack in der Tasse, keine Wirkung im Körper. Wie du Kaffee verträgst, ist individuell verschieden.
Wenig Säure heißt dabei nicht automatisch mild: Ein Kaffee kann kräftig und vollmundig sein und trotzdem kaum Säure zeigen. Bei Sahya geben wir die Säure jeder Sorte auf einer Skala von 1 bis 5 an, damit du leicht vergleichen kannst.
Gibt es Kaffee ohne Säure?
Nein. Einen Kaffee ganz ohne Säure gibt es nicht, denn Kaffeebohnen enthalten von Natur aus verschiedene Säuren. Es gibt aber Kaffees, deren Säure du kaum schmeckst. Wer „Kaffee ohne Säure“ sucht, meint meist genau das: einen Kaffee mit wenig wahrnehmbarer Säure.
Warum schmeckt Kaffee manchmal sauer?
Wie stark du die Säure in der Tasse schmeckst, hängt von mehreren Dingen ab:
- Sorte: Arabica schmeckt oft fruchtiger und säurebetonter, Robusta eher kräftig, erdig und weniger säuerlich.
- Anbau: Kaffees aus sehr hohen Lagen wirken häufig heller und lebendiger in der Säure.
- Aufbereitung: Was nach der Ernte mit den Bohnen passiert, prägt den Geschmack stark.
- Röstung: Sehr helle Röstungen betonen die Säure, dunklere Röstungen treten sie zurück.
- Zubereitung: Ein Kaffee, der zu kurz, zu kalt oder zu grob gebrüht wird, schmeckt schnell sauer.
Welcher Kaffee hat wenig Säure?
Besonders wenig wahrnehmbare Säure haben Kaffees mit einer besonderen Aufbereitung: dem Monsooning aus Indien. Dabei lagert der Rohkaffee drei bis vier Monate an der Malabarküste in Karnataka und ist der feuchten Monsunluft ausgesetzt. Die Bohnen verändern sich, und die Säure tritt deutlich in den Hintergrund. So entsteht der Kaffee „Monsooned Malabar“. Ich habe die Monsooning-Hallen selbst besucht.
Mehr zum Monsooning und alle passenden Sorten findest du in unserer Kollektion Milde und säurearme Monsoon-Kaffees.
Arabica oder Robusta: Was hat weniger Säure?
Robusta schmeckt in der Regel weniger säuerlich als Arabica. Dafür ist er kräftiger, erdiger und bringt mehr Körper und Crema mit. Arabica ist meist feiner und aromatischer, kann aber auch fruchtiger und säurebetonter sein. Beim Monsooning tritt bei beiden die Säure deutlich in den Hintergrund. Deshalb haben wir beide Varianten:
- Buddha’s Balance: 100 % Monsooned Malabar Arabica. Mild, angenehm weich und mit nahezu keiner wahrnehmbaren Säure.
- Lakshmi’s Golden Cup: 100 % Monsooned Malabar Robusta. Kräftig und vollmundig, mit nussigen, würzigen und schokoladigen Noten – und trotzdem mit kaum wahrnehmbarer Säure.
Mehr zum Unterschied zwischen Arabica und Robusta findest du in unseren FAQ.
Espresso oder Filterkaffee: Was schmeckt säurearmer?
Das hängt weniger von der Zubereitungsart ab als von Bohne, Röstung und Brühen. Espresso wird meist etwas dunkler geröstet. Viele empfinden ihn deshalb als weniger säuerlich, obwohl er kräftiger und konzentrierter schmeckt. Beim Filterkaffee treten feine Säuren oft deutlicher hervor, vor allem bei hellen Röstungen. Am meisten bewirkt aber die Wahl der Bohne: Mit einem Kaffee, der wenig wahrnehmbare Säure mitbringt, gelingt beides.
Wieder Kaffee genießen
Vielleicht hast du Kaffee irgendwann aufgegeben, weil er dir zu sauer oder zu bitter war. Dann lohnt sich ein neuer Versuch mit einem säurearmen Kaffee. Mir hat genau das nach über 50 Jahren den Kaffee zurückgebracht. Die ganze Geschichte erzähle ich auf der Seite Über uns.
Mein Tipp: Probier zuerst eine kleine Menge. Bei jedem 1-kg-Paket bekommst du eine 25-g-Probiertüte desselben Kaffees dazu.
Tipps für weniger Säure in der Tasse
- Mahlgrad prüfen: Schmeckt dein Kaffee sauer, mahle etwas feiner. So löst das Wasser mehr Geschmack aus dem Pulver.
- Wassertemperatur: Ideal sind etwa 92 bis 96 °C. Zu kaltes Wasser macht Kaffee schnell sauer.
- Brühzeit: Gib dem Kaffee genug Zeit. Beim Espresso hilft eine etwas längere Durchlaufzeit, bei der French Press einige Minuten Ziehzeit.
- Frisch mahlen: Ganze Bohnen halten ihr Aroma länger. Mahle möglichst direkt vor dem Brühen.
- Die richtige Sorte: Mit einem Monsoon-Kaffee startest du von Anfang an mit wenig Säure.
Welcher Sahya-Kaffee passt zu dir?
- Besonders mild, nahezu keine wahrnehmbare Säure: Buddha’s Balance
- Kräftig, aber mit wenig Säure: Lakshmi’s Golden Cup
- Samtig, leicht süßlich, mit 20 % Monsooned Malabar: Krishna’s Velvet Brew
- Weich und schokoladig: Ganesha’s Gentle Start
- Kräftiger Espresso: Shiva’s Awakening Shot oder Durga’s Dark Shot
Alle Monsoon-Kaffees findest du gesammelt unter Milde und säurearme Monsoon-Kaffees.